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Volle Parkarena mit Energie PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Web Master   
Donnerstag, den 26. Mai 2005 um 19:25 Uhr


26.05.2005

Sportanlage Wittmannsdorf eingeweiht / FCE gewinnt 6:0

Gestern Nachmittag ist die Sportanlage Wittmannsdorf eröffnet worden. 100 000 Euro aus dem Goldenen Plan Ost, 66 000 Euro Eigenleistung und mehr als 3000 Arbeitsstunden hatten den Bau im 40. Jahr der Vereinsgeschichte möglich gemacht. Zur Feier liefen die FCE- Energie-Profis auf und gewannen gegen eine Spreewald-Auswahl mit 6:0. Die Anlage bekam zur Einweihung einen Namen: «Parkarena Eintracht» soll sie künftig heißen.




Zwei Stunden vor Anstoß des Hauptspiels gleicht das Treiben auf der neuen Sportanlage eher einem familiären Dorffest mit Sportprogramm als einer Eröffnungsveranstaltung mit politischer Prominenz und den Zweitligisten. Bevor die Auswahl aus dem Fußballkreis Spreewald gegen den FCE antritt, messen verdiente Vereinsmitglieder sich im Vorspiel mit Sponsoren. Auf der Tribüne sitzen Männer, Frauen und Kinder aus Wittmannsdorf und Umgebung, die mit diesen Spielern entweder verwandt sind oder sie kennen. Neuigkeiten werden ausgetauscht, Kinder beschäftigt, nebenbei Ereignisse auf dem Platz kommentiert.
Abseits vom Spielfeld sind zwei Bier-, ein Bratwurst-, ein Eis- und ein Zuckerwattestand aufgebaut. Kinder spielen auf zwei Hüpfburgen. Mitten drin wirft der Energie-Bus einen Schatten, der mit sinkender Sonne immer länger wird.
Auffällig unauffällig und in einiger Entfernung haben sich Einsatzwagen der Polizei aufgereiht. Noch sitzen die rund 30 Männer und Frauen in grün in den Türen, die Beine lang ausgestreckt. Später, vor dem Beginn des Hauptspiels, drehen sie eine Runde um das Gelände und postieren sich an der Treppe, die zum Feld hinunter führt.
Je näher der Anstoß des Hauptspiels rückt, desto voller wird es. 1526 Gäste sind es schließlich nach Angaben des Veranstalters. Am Bierstand, auf der Tribüne, am Spielfeldrand ? überall finden sich nun rot-weiße Energie-T-Shirts und Schals. Einige Energie-Profis kommen die Treppe zum Spielfeld herunter. Noch ist Zeit. Entspannt setzen oder legen sie sich an den Feldrand, werden Teil der freundlich-gelassenen Atmosphäre und beobachten das Vorspiel.

Gedränge am Bierstand

Die Wittmannsdorfer und ihre Gäste scheint das daran zu erinnern, dass der Höhepunkt der Einweihung kurz bevor steht. Wer sich vor dem Spiel der Energie-Profis gegen die Spreewaldauswahl noch stärken will, nutzt die Gelegenheit. Am Bierstand drängen sich mehr und mehr Durstige. Mario Matschke, Wittmannsdorfer und Eintracht-Mitglied, wirbelt dort mit Hilfe von zwei jungen Frauen. Der Nachmittag ist für ihn anstrengend, «aber die Freude überwiegt» , sagt er. Er ist stolz, «dass wir in den vergangenen zwei Jahren das geschafft haben, was wir uns vorgenommen haben.» Bevor er zurück zum Zapfhahn geht, sagt er: «Ich hoffe, dass heute noch mehr Leute kommen, den Tag mit uns genießen und mit uns feiern.»
Am Bratwurststand steht eine halbe Stunde vor Anpfiff eine lange Schlange. Grillmeister Ralf Ballnow packt zwei Reihen Würste dicht an dicht auf den Rost. Der Kossenblatter spielt selbst in der Altliga und findet es toll, dass der Eintracht-Verein das alles geschafft hat. Die ersten Worte der Einweihung waren für ihn «schon ein bisschen mit feuchten Augen verbunden» , gesteht er, bevor er mit der Zange das nächste Würstchen wendet.

Viel Einsatz für den Verein

Auch Ramona Sperling am benachbarten Eisstand brennt für ihren Verein. «Alle sind heute wie eine große Familie. Es macht Spaß, das zu sehen» , sagt sie. Für die Eintracht Wittmannsdorf würde sie auch ein zweites Mal viel Einsatz bringen. «Es ist eben mein Verein.»
Die Energie-Profis sind inzwischen in die Kabine zur Beratung zurückgekehrt. Vor dem Eingang stehen Alice Paetsch und Jasmin Klemm. Geschickt halten die 13-jährigen Trebatscherinnen die Spieler auf. Alice Paetsch hat schon ein dickes Autogramm mit Filzstift auf ihrem Energie-T-Shirt. Sie findet «eigentlich alle FCE-Spieler gut» . Jasmin Klemm steht mehr auf Zsolt Löw, aber den hat sie an diesem Nachmittag noch nicht gesehen.
Auf die Idee der beiden Mädchen ist sonst niemand gekommen. Auch später auf dem Feld werden die Energie-Kicker kaum anders beklatscht als die Spreewald-Auswahl. Dass sie hier spielen, ist zweifellos ein Großereignis, aber der Anlass ist es auch. «Für uns in der Region ist diese Anlage ein ganz toller Fortschritt» , sagt Christa Pramor aus Pretschen. «Darauf können wir stolz sein.» Dasselbe gelte dafür, dass die Energie-Profis hier spielen, fügt sie an. «Freuen wir uns auf ein tolles Spiel.»
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 26. Mai 2005 um 19:25 Uhr
 

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